Gitarrenunterricht

Herbert Grünert

Mr. George & His Oskars

Telefon: 0172 8619823

E-Mail: Herbert.Gruenert@gmx.de

Gitarren- und Bassuntericht

unter anderem in

 

Pforzheim, Enzkreis

Karlsruhe, Mühlacker

Bretten, Bruchsal

 

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Water Song Video

 

Blog: Pimp your Impro - Gedanken zur Improvisation !

Was ist Tonika? Welches Tonmaterial verwenden? Wie erkenne ich die Tonart?

Die TONIKA, das „Zentrum der Bewegung“ schwebt wie ein Magnet im Focus der harmonischen Spannungsfelder. Von dort baut sich Spannung auf (Tension & Release). Die Orientierung auf einen Grundton bezeichnen wir als Tonalität. Der Aufbau von Spannung und Entspannung erreichen wir durch KADENZEN oder durch Konsonanz und Dissonanz. Eine vollständige Kadenz ist eine I IV V Verbindung. In D –Dur sind das die Akkorde D / G / A /. d.h.: D ist I.Stufe(Tonika) G ist IV.(Subdominante) und A die V.Stufe (Dominante).

Bei dem Song, „People get ready“ mit Jeff Beck an der Gitarre

 

 

D / Bm7 / G / A D / Bm7 / E7 / G / D, 

 

entsteht Spannung durch die Kadenzform. Über die Tonikaparallele Bm wird Spannung aufgebaut und durch das erste mal überspringen der Dominante A, aufrechterhalten. Beim 2ten Durchgang kommt man über Bm und E7(Zwischendominante) nach G und die Spannung entlädt sich wieder durch einen Slash-Chord als Dominante A7sus2 ( G/A) und wir sind zurück in unserer sogenannten „Homezone“.

 

Dort sind wir zuhause, fühlen uns sicher und kennen uns aus. Deshalb sollte man die Tonleiter der „Homezone“ kennen, denn diese sind für die Melodie zuständig, während die Akkorde für die Harmonie zuständig sind. Ein gutes Hilfsmittel dafür sind unsere Fingersätze. Mit diesen können wir selbsbewußt und sicher im diatonischen (leitereigenen) Tonart, solieren. Man sollte das übers ganze Griffbrett und in jeder Tonart immer wieder trainieren. Nehmen wir die Melodie von „People get ready“:

Der Fokus, der Brennpunkt ist D-Dur !
Der Fokus, der Brennpunkt ist D-Dur !

Sinnigerweise bei der Band „Focus“ und dem Song „Sylvia“ mit Jan Ackermann an der Gitarre, wird die Melodie von der Leadgitarre vorgespielt und vorgegeben,es ändert sich während des Songs nur geringfügig.

Der Meister himself - Jimi "Buster" Hendrix und Little Wing

Während bei Jimi Hendrix bei „Little Wing“ die Melodie vom Gesang vorgegeben wird und die Gitarre die Zwischenräume (Gesangspausen) mit solistischen Einwürfen, Licks ´n Tricks und zerlegten Akkorden (Arpeggien) gefüllt wird. Die Melodie wird immer wieder neu ausgeschmückt, verfeinert und spannt den Bogen wieder zurück zur Ursprungsidee:

Bei einer anderen Version des Songs hangelt man sich sozusagen an der Melodie entlang, weicht davon ab und verfremdet sogar zeitweilig die Töne. Man spielt sozusagen „durch die Blume“ läßt aus den Saiten bzw. Fingern Töne perlen, die die Bilder und Visionen und auch Gedanken im Kopf entstehen lassen, während man der Musik lauscht!

 

Der Improvisation liegt ein harmonisches Gerüst, die Akkordfolge eines Stückes, zu Grunde und die Melodie liefert die Basis zur Improvisation. Technische Beherrschung deines Instruments, sicheres Bewegen in der jeweiligen Stilart, kreatives Umsetzen und Interaktion im Bandgefüge sind die Vorraussetzungen für eine Improvisation.

Innovation entsteht durch kreative Reibung, durch Diversity! (Verschiedenheit, Ungleichheit, Mannigfaltigkeit)

Du erfindest quasi Musik in dem Moment in dem du sie spielst. In jeder Improvisation verbindet sich Archaisches mit Neuem und aus dieser Neugierde wächst deine Spielfreude, Experimentierlust und Sinnlichkeit mit technischen Hilfsmittel. Hier sind mal 9 Überlegungen als Vorlage. Beim 10ten Punkt sollst du dir selbst kreativ und innovativ was einfallen lassen!

 

1. hammer ons, pull offs, slides

2. Tonwerte verlängern oder verkürzen

3.Melodie auf der Zählzeit 1+ oder 2+ beginnen

4. zwei, drei oder vier Noten immer wieder wiederholen (repeating licks)

5.Töne über einen Takt aushalten (ganze Noten oder punktierte halbe Noten)

6. Call and Response (Ruf und Antwort - Gary Moore & Albert Collins)

7.staccato – legato

8.Melodie auf nur einer Saite spielen

9. Intervallstrukturen, in Terzen, Quarten, Quinten, Oktaven

10. …selbst kreieren und ausprobieren!

 

Von Mick Goodrick,ein amerikanischer Jazzgitarrist (spielte u.a. mit Pat Metheny, John Scofield uns John Abercrombie), stammt das Zitat:

 

„Über einen einzigen Akkord zu improvisieren ist wie durch eine Kurve eine gerade Linie zu ziehen, über mehrere Akkorde zu improvisieren ist wie eine gerade Linie durch eine Kurve zu ziehen“

 

Mick Goodrick und Jerry Bergonzi veröfffentlichten mehrere Alben und sind Autoren von Lehrbüchern.

Call and Response von zwei Bluesgöttern zelebriert

- Keep on movin`-

 

Euer Herbert

noch ein Tipp vom Webmaster:

 

Ich lese gerade Jimi´s Biografie "Hinter den Spiegeln" von Charles R. Cross und kann dies allen Jimi-Fans nur empfehlen.

 

"The story of life is quicker than the wink of an eye."

 

- aus dem letzten Song, den Jimi Hendrix schrieb

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